Tag 11
Sonntag, 5 August 2007, Nationalfeiertag in Island
Die Nacht war gruselig kalt. In seinem Zelt hat Meik vor Kälte kein Auge zugemacht. Schon gegen 6 Uhr bauen wir die Zelte ab. Wir wollen versuchen auf dieser Piste weiterzufahren. Die Piste verschmilzt aber zusehends mit einem Flussbett an dessen Ufern wir ständig hinüberwechseln müssen. Die Wasserläufe werden immer tiefer und uneinsehbarer, so dass wir umdrehen müssen.
Wir lassen Landmannalaugur in Richtung Südküste hinter uns. Wir erproben unser Offroadkönnen auf einer vergessenen Nebenpiste. Leider mündet sie nach einigen sehr kniffligen Kilometern wieder auf einer der Zahlreichen groben Bulldozerpisten, die uns zusehends langweilen.
Gegen Mittag stoßen wir auf die Ringstraße und der Wind packt wieder kräftig zu. Wir wollen diese Nacht ein richtiges Dach über dem Kopf um den verpatzten Schlaf vom Vortag nachzuholen. Doch alle Hütten und Herbergen sind ausgebucht. Nationalfeiertag in Island.
In Vik heben wir Geld auf und essen einen Burger zu Mittag. Wir fahren wieder nach Norden und biegen rechts auf die F30 ab. Der Wind lässt nach und die Sonne kommt heraus. Nach einigen km kommen wir an einem Camping vorbei. Meik lässt sich für eine weitere Nacht im Zelt überreden, Erschwingliche Alternativen gibt es keine.
Hier gibt es auch einen kleinen unfreundlichen Supermarkt. Gut rechnen kann der mürrische Mann an der Kasse nicht und verhilft uns ungewollt zu gratis Dosenbier.
Wir waschen unsere Socken auf der Hand und spannen eine Wäscheleine zum Trocknen zwischen unsere Motorräder. Das Wetter lässt Kochen zu und so stehen eine Päckchensuppe und Tomatoe Beans auf der Speisekarte.
Wir verschieben Spülen auf Morgen und gehen früh schlafen.








