Tag 09
Freitag, 3 August 2007, ab zum Hekla
Noch immer mieses Wetter.
Die Hütten-Mama fährt heute in die Stadt und schlägt uns vor, dass sie für uns einkaufen kann. Wir schreiben eine Liste und bedanken uns.
Gegen Mittag brechen wir trotz kaltem Wind und Nieselregen auf um einige Pisten am Hekla zu erkunden. Die Pisten sind teilweise sandig und kurvig was viel Spaß macht.
Eine Piste steigt steil an und führt bis an den Fuß des Vulkans. Der Krater liegt in den Wolken, der Aufstieg bis dorthin gelingt aber nur zu Fuß, für eine Enduro ist die Steigung zu stark und das Geröll sehr lose. Mike befreit sich von Panzer und Helm und erstürmt den Gipfel zu Fuß. Obwohl alles so Wolken verhangen ist lässt sich die beeindruckende Aussicht, die man von hier haben könnte, leicht erahnen. Ein paar Lavasteinchen verstauen wir zum Andenken in unseren Rucksäcken und fahren weiter.
Die Piste steigt oft an und fällt wieder ab und so tun sich immer neue aufregende Ebenen vor uns auf. Die Landschaft zeigt deutlich, dass sich der Hekla hier immer wieder austobt.
Zwei ordentliche Flussfahrten stellen unseren Mut auf die Probe, und wir müssen ordentlich am Gas drehen, um gegen den Wasserwiderstand anzukämpfen. Obwohl die Stiefel auf den Fußrasten bleiben und einigermaßen mit der Hose und Klebeband abgedichtet sind, spritzt so viel Wasser auf, dass es den Weg in unsere Stiefel findet.
Am Abend stopfen wir Zeitungspapier in unsere nassen Stiefel, aber uns graut davor, sie wieder anziehen zu müssen. Wir nehmen dankend den neuen Proviant entgegen und diskutieren beim Abendessen den weiteren Reiseverlauf.
Mike geht das schlechte Wetter doch auf die Nerven und er schlägt vor, den Rückflug um einige Tage vorzuverlegen.
Für 141 Euro pro Nase klappt das, die Summe entspricht aber fast schon der eines einfachen Fluges.












