Tag 06
Dienstag, 31 Juli 2007, Myvaten-Disaster
Der Regen hat uns eingeholt. Und das bei 6 Grad mit Windgeschwindigkeiten knapp unter 100 Stundenkilometern. Wir sind mutig und wollen wenigstens heute ein Teilstück in Richtung Askja fahren und auf einer Parallelpiste zurückkommen.
Doch schon nach 20 km geben wir auf. Der Regen hat unsere Kleider durchnässt und durch die tiefen Wolken bleibt uns die Landschaft verborgen. Wir fahren enttäuscht zum Campingplatz zurück.
Nah an unserem Campingplatz befindet sich ein Thermalbad im Freien, das von Islands heißem Innern gespeist wird. Die Dampfwolken zeigen uns den Weg. Wir schälen uns aus unseren nassen Stiefeln und Kleidern, leihen uns ein Handtuch und tauchen in das warme Blau. Alles was nicht unter Wasser ist wird von der eisigen Luft unterkühlt. Die Leute sammeln sich an den etwas Wind geschützten Stellen. Zum Glück gibt es auch ein Dampfbad, wo wir uns vollständig aufwärmen können.
Am Abend hat sich das Wetter noch nicht gebessert. Am Campingplatz gibt es ein großes Zelt, wo wir etwas Wind und Regen geschützt unser Abendessen kochen können.
Hier treffen wir auf ein schweizer Paar, die auch mit Motorrädern unterwegs sind. Sie haben richtige Gummikleider zum Überziehen und auch Plastikstiefel.
Wir beschließen, wenn der Regen anhält, am nächsten Tag 150 km nach Akureri zurückzufahren und uns bessere Regenkleidung zu besorgen.
Gegen unsere Niedergeschlagenheit hilft jetzt nur noch Wodka Apfelsaft, den wir großzügig in unsere Becher schütten. In der Hoffnung auf besseres Wetter verschwinden wir in unsere Zelte.




