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Tag 03

Samstag, 28 Juli 2007, Geysir, Gullfoss und die ersten Flussdurchfahrten.


Zum Frühstück Tee und Müsli Riegel. Ein Isländer hält mit seinem Geländewagen an. Er stört sich an unserem Wildzelten. In unseren Augen übertrieben da wir nur wenige Meter von der Piste entfernt gezeltet und keine Vegetation zerstört haben. Kleinkarierte Leute gibt es auch in Island.

Die Piste ist sehr sandig und Wüstenstimmung kommt beim Fahren auf. Nach 2 Stunden gelangen wir auf die asphaltierte F 37 und fahren nach Geysir wo wir auch tanken.

Wir mischen uns unter die Touristengruppen und versuchen auch den Ausbruch des heißen Stokur digital einzufrieren. Gar nicht so einfach im richtigen Moment abzudrücken, doch alle paar Minuten bricht der Stokur von neuem aus.

Der Gulfoss beeindruckt durch seine Größe und Kraft, doch verliert durch die knipsende Menschenschar in unseren Augen an seinem Reiz. Nach dem Menschenrummel sehnen wir uns wieder nach Abgeschiedenheit die wir auf der F349 finden. Wir begegnen einer Reitergruppe auf Islandpferden.

Wir halten Ausschau nach den ersten Flüssen die unser GPS anzeigt. Nach vier Wasserdurchfahrten glauben wir die Flüsse gemeistert zu haben. „War ja gar nicht so schlimm!“ denken wir. Doch erst jetzt tut sich das erste Flussungetüm vor uns auf. Das Flussbett ist sehr breit und steinig. Besorgt stellen wir unsere Motorräder ab. Die dicken Steine im Wasser sind angsteinflössend. Grübeln hilft nicht. Meik zieht Hosen und Stiefel aus und erkundet zu Fuß eine Furt zur anderen Uferseite. Die ideale Linie markiert er mit einigen Steinen. Erst jetzt trauen wir uns den Fluss auf unseren DRZ’s zu durchfahren und es gelingt.

Die nächsten Flüsse sind kleiner und einfacher. Der Himmel wird immer grauer und die ersten Regentropfen fallen. Wir werden richtig nass und deshalb steuern wir den noch weit entfernten Campingplatz in Haverlir an.

Unterwegs fällt Kochi auf, dass Nummernschild und Rücklicht an seinem Motorrad fehlen. Wir entscheiden uns zum Weiterzufahren.

Erst gegen 23 Uhr erreichen wir frierend den Campingplatz. Der Reiseführer beschreibt diesen Havelir als wichtigen Versorgungsort, jedoch haben wir unterschätzt, dass es mitten im Hochland weder Dörfer noch Supermärkte gibt.

Unsere müden Augen erblicken lediglich drei Bretterhütten. Belohnt nach dem langen Fahrtag werden wir von dem hauseigenen Hotspot im Freien, wo wir schwitzend im heißen Nass ein kühles Bier genießen.

Wir sind stolz und erleichtert , dass wird die ersten Hürden überstanden haben.

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